Fünf Filme

Es geht noch nicht los. Erstmal ein kurzer Vorspann. Es kommt vor, ich sehe den einen oder anderen Film. Ich verbringe die eine oder andere Stunde damit – laut Letterboxd waren es in diesem Jahr bisher gut 310 Stunden -, ich rede mir den einen oder anderen Mund fusselig über Filme, lese über Filme (auch den einen oder anderen Blog, dazu aber ein ander mal mehr). Nur schreiben tue ich nichts zu all den Filmen. Das ändere ich nun. Ich leihe mir hier  von Lenasfilmblog die Idee aus, einfach alle fünf Filme was aufzuschreiben. Die im Juli gesehenen Filme habe ich mir nun angespart.

Warum „Fünf Filme“? Ich wollte weder jeden Film einzeln „besprechen“ noch einen festen Zeitrahmen haben. Fünf Filme verbindet das Beliebige mit methodischer Strenge. Bei vielen Filmen scheint mir die Wirkung und mein Gefallen nicht unwesentlich von meiner Stimmung und den zuletzt gesehenen Filmen abzuhängen. Auf geht’s.

The Tailor of Panama von John Boorman, 2001 – Dieser Film gefiel mir trotzdem. Trotz Pierce Brosnan. Obwohl der Film als Satire den zu persiflierenden Gegenstand bloß in sein Gegenteil verkehrt, ohne irgendetwas weiteres beizutragen. Es ist die Inszenierung, die Bilder und der Takt der Erzählung von John Boorman, der Ton. 

Aguirre, der Zorn Gottes von Werner Herzog, 1972 – Ich hätte von mir erwartet, dem Film mehr Begeisterung entgegenzubringen. Da nimmt Werner Herzog so viele sichtbare Mühen auf sich. Aber der Film blieb mir fern und fremd. Ich kann es kaum an rationalisierten Sätzen festmachen. Es ist auch der erste Herzog-Film, der mich eher ratlos zurücklässt.

The Apartment von Billy Wilder, 1960 – Schon wieder ein Trotzdem-Film. Eine romantische Ausgangssituation, deren weiterer Verlauf nicht im engeren Sinne überraschend ist. Billy Wilder. (Bitte denken Sie sich hier diverse ihn lobende Sätze.) Von den fünf Filmen hier der beste Film. (Und das meine ich ganz sub-objektiv.)

Night on Earth von Jim Jarmusch, 1991 – Trotzdem, die Dritte. Ich erkenne Jarmusch. Das sollte sicher alles so sein in diesem Film. Allein, mehr als „hmm, okay“ konnte er mir nicht entlocken. Die Geschichten erschienen mir deutlich zu reißbrettartig.

The Young and Prodigious T.S. Spivet von Jean-Pierre Jeunet, 2013 –  Diese Buntigkeit der digitalen Bilder. Im Kino ist es mir nicht so sehr aufgefallen. Aber beim Schreiben dieser Zeilen: die Bilder zu diesem Film sind in einen Farbtopf gefallen. (Diese Zeilen waren so nicht geplant. Ich halte mich sonst gerne aus digital/analog-Bild-Gesprächen heraus.)  (Es bedarf vielleicht einiger Bemerkungen: Nein, ich habe den Film nicht in 3D gesehen. Ja, ich habe das Buch dazu gelesen. Ja, ganz anders. Vor allem, weil das eine ein Film und das andere ein Buch ist. Die erzählerischen Entscheidungen Jeunets bleiben eher hinter der im Buch erzählten Geschichte zurück. Gerade bei Jeunets Inszenierungsleidenschaft hat mich verwundert, dass die Zeichnungen aus dem Buch nur sehr zurückhaltend und geradezu grobschlächtig im Film auftauchen.)

Ich ahne, aus dem, was ich von Filmen halte, wird alles, nur keine konsistente Filmkritik.

Viel Gefallen und viel trotzdem. Vielleicht geht es bei den nächsten fünf Filmen ja ohne die Beiden.

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